Curly Girl Glossar

Mittwoch, 15. Mai 2019

Curly Girl Glossar

Zaubere die schönsten Locken aus deinem Haar!

Plopping, Cast, Final Wash, no poo ... alles Wörter, die ziemlich unverständlich klingen, obwohl dein Englisch nicht so schlecht ist? Du möchtest bei diesem Lockenboom mitmachen, aber du weißt nicht genau wie?

Locken boomen! Die entsprechenden Pflegeprodukte sind im Supermarkt längst ausverkauft, die sozialen Medien laufen heiß und die Lockenköpfe zeigen Fotos von sich mit den schönsten Korkenzieherlocken oder mit einem alten T-Shirt um den Kopf gewickelt. Deine eigenen Haare gleichen eher einem Krähennest, obwohl du kiloweise beste pflegende Shampoos und Conditioner in deine Locken hineinarbeitest, von Stylingprodukten ganz zu schweigen. Schöne Locken interessieren dich zwar, aber die Methode bei diesem Hype fühlt sich irgendwie schwer verständlich an ... Das Ganze scheint mindestens hundert Schritte zu brauchen und um Ergebnisse zu bekommen, muss man ewig warten. Außerdem brauchst du ein Englisch-Wörterbuch, um überhaupt anfangen zu können. Du hast aber noch die Möglichkeit einzusteigen! Dieser Artikel erklärt nämlich die wichtigsten Punkte dieser Methode. Es ist keinesfalls schon zu spät.

Final Wash

Sind deine Haare trocken wie die Wüste und vom Haartrockner und Lockenstab beschädigt? Bekommst du Locken nur auf einem Teil deiner Haare und der andere Teil zeigt in alle Himmelsrichtungen? Wenn die Antwort ja ist, dann zahlt es sich definitiv aus mit der Curly-Girl-Methode anzufangen. Du kannst deine Haarpracht noch retten und schöne Locken oder mindestens glänzende, gesund aussehende Haare bekommen.

Die ganze Anwendung fängt mit der Final Wash Reinigung an. Diese Reinigung entfernt Schmutz und alle Rückstände von Silikonen, die die anderen Pflegeprodukte im Haar zurückgelassen haben. Diese erste, oder eigentlich letzte, Reinigung kann mit einem sulfathaltigen Shampoo erfolgen. Alle Rückstände müssen nämlich von den Haaren gründlich entfernt werden und Shampoos, die Sulfate enthalten, eignen sich perfekt dafür. Diese Final-Wash-Reinigung kann sogar mit einer Handseife durchgeführt werden, wenn nichts anders zu finden ist, solange diese nur die Kriterien erfüllt. Das Produkt soll also keine Silikone oder Alkohol enthalten. Hauptsache die Haare und die Kopfhaut werden gereinigt. Wenn du dich irgendwann entscheiden solltest, mit dieser Methode aufzuhören und zu deiner alten Pflegeroutine zurückkehren willst, dann solltest du immer diese Final Wash durchführen. Ab dieser letzten Reininung sollten alle Pflegeprodukte die du benutzt, ohne Sulfate, ohne Silikone und ohne Alkohol sein. Wenn du die Methode besser kennst, kannst du dich in die wunderbare Welt der Inhaltsstoffen (INCIs) eintauchen und die Kriterien noch präzisieren. Aber das hier hilft dir jedenfalls beim Anfangen.

Du kannst dich auch ab sofort von Wärme und Hitze, also von Föhnluft, Lockenstäben und heißem Wasser vertschüssen. Bei dieser Methode wird das Haar nicht mehr durch diese beansprucht. Auch deine Haarbürsten und Kämme kannst du wegsperren. Alles, was du zum Styling brauchst, sind deine Finger, zumindest am Anfang. Du kannst allerdings einen groben Kamm beim Verteilen vom Pflegeprodukt verwenden, damit du deine Haare schön entwirren kannst.

Co-Wash

Immer, wenn deine Haare ab jetzt eine Reinigung brauchen, wird ihnen ein Co-wash verpasst. Das heißt, dass Haare und Kopfhaut mit einem Conditioner gründlich gewaschen werden. Dieser soll allerdings nicht irgendein Produkt aus dem Supermarkt sein. Auch der Conditioner muss die Kriterien der Methode erfüllen. Er muss also ohne Sulfate, Silikone und Alkohol auskommen und außerdem sehr feuchtigkeitsspendend sein. Verteile den Conditioner großzügig in deine Haare, wasche sie auf der gesamten Länge, ohne die Kopfhaut zu vergessen, und spüle zum Schluss mit reichlich Wasser. Wenn du noch mehr Feuchtigkeit für deine Haare brauchst, kannst du einen Leave-in-Conditioner in deine Haare geben und diesen in das nasse Haare hineinkneten. Es wird auch empfohlen, die Haare einmal in der Woche mit einer Haarmaske zu pflegen, die die Haare befeuchtet. Eine der wichtigsten Stichwörter der Methode ist befeuchten. Die Haare brauchen besonders viel Feuchtigkeit!

Stylingprodukte und Cast

Wenn die Haare noch nass sind, verteilst du das Stylingprodukt deiner Wahl in deinen Haaren. Das kann ein selbstgemachtes Leinensamengel sein, oder, wenn du es nicht so mit dem Kochen hast, passt auch ein gekauftes Produkt, solange es keine Sulfate, Silikone oder Alkohol beinhaltet. Verteile das Stylingprodukt überall in deinem Haar, vom Ansatz bis zu den Spitzen. Die nassen Haare können mit einem Baumwoll-T-Shirt trockengetupft werden. Dann kannst du deine Haare ganz natürlich lufttrocknen lassen oder Föhnluft mit einem Diffusor verwenden. Achtung: der Haartrockner darf nur kalte Luft hinausblasen.
Als nächstes gibt es Haare, die wie ein verkrusteter Haufen sind. Solche Haare nennt man Cast. Die Haare bleiben natürlich nicht so. Die Oberfläche des Stylingproduktes wird mit den Händen gebrochen, indem man die Haare knetet. Der offizielle Name dieser Technik ist Scrunch out the crunch. Unter dieser Stylingproduktkruste kommen Haare hervor, die glänzend, weich und getrocknet sind. Um die Kruste vom Cast zu brechen werden natürliche Öle empfohlen. Für feines Haar ist Jojobaöl ideal und für füllige Haare dagegen Arganöl. Verteile ein bisschen Öl in den Händen und brich den Cast, indem du die Haare knetest. Man verwendet das Stylingprodukt hier nicht, um die Haare zu stylen, sondern um sie zu schützen. Du musst dich übrigens nicht auf ein einziges Produkt beschränken. Du kannst auch mehrere Stylingprodukte auf einmal verwenden, wie z.B. eine Lockenpflegecreme, Stylingmousse oder Haargel.

Plopping

Eine Art, die Locken zu definieren und die Haare zu trocknen, ist das sogenannte Plopping. Die nassen Haare, in die das Stylingprodukt verteilt wurde, werden zuerst von überschüssigem Wasser mit einem T-Shirt trockengetupft. Verwende auf keinen Fall ein Frotteehandtuch für deine Haare! Frottee macht die Haare pelzig. Wickle das T-Shirt dann um deine Haare, aber nicht wie einen Turban, sondern lasse die Haare wie in einen Sack fallen, decke die Haare zu und mache das T-Shirt dann um dem Nacken fest. Das Plopping kann 5 bis 30 Minuten dauern. Lasse die Haare danach entweder lufttrocknen oder föhne sie mit dem Diffusor des Haartrockners und mit kühler Luft. Wenn die Haare trocken sind, kann sich der Cast bemerkbar machen. Dann einfach die Kruste kaputtkneten und schon hast du schöne und weiche Haare.

Ananas

Beim Schlafengehen werden die Haare auf den höchsten Punkt des Kopfes zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammengebunden. Diesen Pferdeschwanz nennt man "Ananas". Wenn die Haare möglichst hoch oben zusammengebunden sind, reiben sie nicht gegen den Polster und verknoten sich nicht. Verwende immer einen weichen Haargummi, z.B. einen donutförmigen. Gehe bitte nicht mit nassen Haaren schlafen.

Bedenke, dass diese Methode wie eine Diät ist: beschädigte Haare werden nicht in einer Nacht repariert. Lasse deinen Haaren Zeit. Und lasse der Curly-Girl-Methode Zeit. Das Internet und die sozialen Medien sind voller gute Tipps. Auf Facebook gibt es zahlreiche Gruppen diesbezüglich. Du kannst dich unter anderem dort über die richtige Produktwahl informieren.